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Mehr Freude am Spiel!
Nach vielen stressigen Tagen komme ich endlich dazu, hier zu schreiben. Golf ist eben nicht die wichtigste Sache der Welt, aber eine der schönsten. Dieses Jahr habe ich selten das Vergügen gehabt, über die Fairways zu wandern. Und das ist mir gut bekommen. Ich habe dadurch viel gelernt. Und zwar jede Golfrunde zu geniessen als ob diese meine letzte wäre. Gute Ergebnisse erfreuen mich, schlechte verärgern mich jedoch nicht. Die Freude an einzelnen für sich perfekten Schlägen ist größer als ein Turniergewinn. Unvergessliche Momente mit tollen Flightpartnern, lustige Augenblicke und ateberaubende Naturschauspiel-Ereignisse auf den Fairways machen wirkliche Freude.
Fortsetzung folgt:
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Mein Wandern zum Ziel
Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel. So geschmeidig hat Frau Marie von Ebner-Eschenbach Ihre Gedanken zum Thema Ziele formuliert. Mein Ziel ist das Wandern. Das Wandern zum Ziel. Ein toller “Engelskreis” mit Zufriedenheitsgarantie.
Golfen ist eine Wanderung und zwar eine Wanderung durch alle Hindernisse, die uns unser Unterbewußtsein aufstellt. Die Hindernisse sind nicht die putzigen Pfützen oder sandigen Löcher…. Es sind unsere Gedanken.
Meine esoterische Laune hat einen Ursprung. Heute konnte ich zum ersten Mal seit dem Herbst auf Sommergrüns zum Ziel wandern. Was für ein Wandern! Die Bäume waren schon fast zum platzen angeschwollen, der Frühling lag in der Luft und sogar ein PAR und viele BOGEYS haben mein Wandern bereichert.
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Die Regenhose
Der gemeine Golfer ist abergläubisch. Auch dann wenn er es nicht zugibt. Golf ist ein langweiliges Präzisionsspiel. Langweilig deswegen, weil die besten Golfer immer gleich gut schwingen und immer die gleiche Rutine vor und nach dem Schlag haben.
Um den Geist und die Nerven zu beruhigen, greift der Golfer zu ungewöhnlichen Mitteln. Da werden ungewöhnliche Pre-Turnier-Rituale durchgeführt und magische Gegenstände mitgeschleppt. Erwachsene Menschen glauben tief und fest an die Wirksamkeit von Glücks-Tees, Glücks-Markierungen, Glücks-Golfbälle, Glücks-Socken usw.
Die letzten Turniere habe ich für mich persönlich sehr gut gespielt. Bei Regen und Matsch spiele ich meistens gut und ich kann mir einfach nicht erklären warum. Es muss einfach an der Regenhose liegen. Immer als ich diese trug, kamen auch gute Ergenisse raus.
Einmal, als ich mir der zauberhaften Wirkung der Regenhose voll bewußt war, zog ich diese an, obwohl die Sonne fröhlich schien und nicht einmal die kleinste Regenwolke anwesend war. Und es hat mal wieder geklappt! Habe den stolzen Brutto-Preis gewonnen!”
Ja, mal schauen, wie lange der Zauber noch anhält…
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JAB Anstoetz Ladies CUP Europafinale (Bericht)
Der Golf-Club Trier nahm in 2009 zum wiederholten Male an der JAB Anstoetz Turnierreihe teil. Der JAB ANSTOETZ Ladies Cup wird als Eclectic Nebenwertung ausgeschrieben und im Rahmen des Damengolfs unter allen Teilnehmerinnen ausgespielt.
Alle 3 JAB-Turniere im GCT wurden von der Firma Hoffmann GmbH Bitburg-Erdorf liebevoll ausgerichtet.
Ich hatte das Glück, trotz bescheidener Runden ein stolzes Eclectic-Ergebnis von ganzen 49 Nettopunkten zu erspielen und wurde zur JAB Clubsiegerin gekürt. Dies beinhaltete die Einladung zum großen Europafinale in Bad Driburg.

Am 26. September in aller Frühe fuhr ich nach Bad Driburg, um noch rechtzeitig vor der großen Gala eine Proberunde auf dem mir bis dahin unbekannten Golfplatz spielen zu können. Auch wenn sich die dortige Anlage nicht gerade in ihrem Bestzustand präsentierte, vom GCT bin ich einen etwas gepflegteren Platz gewohnt, so waren für mich doch die vielen interessant angelegten Doglegs sehr herausfordernd und anspruchsvoll zu spielen.
Nach der harmonischen Proberunde checkte ich im noblen Hotel „Gräflicher Park“ ein und wurde dort gleich schon einmal mit vielen schönen Sponsorengeschenken bedacht. Gräflicher Park Hotel & Spa liegt sehr idyllisch inmitten des malerischen Kurparks und in unmittelbarer Nähe zum Golfplatz.

Einige der geladenen Damen schlenderten aufgeregt den ganzen Nachmittag durch die Eingangshalle, um vielleicht vorab schon einmal einen Blick auf die ein oder andere erwartete prominente Person erhaschen zu können.
Um 19 Uhr wurden alle Clubsiegerinnen sowie alle mehr oder weniger prominenten Gäste zum Empfang geladen.Zur Begrüßung der Gäste wurde anstatt des sonst meist üblichen Champagners das Edel-Bier »Fürst Wallerstein 1598« auf der Veranda des Gräflichen Hotels gereicht. Die Begeisterung für das braune Getränk hielt sich bei den Damen allerdings in Grenzen.
Der Festsaal nebenan war bereits für 220 Personen eingedeckt.
Fast alle in der Einladung hoch gepriesenen bekannten Persönlichkeiten glänzten zu unserer Enttäuschung leider mit Abwesenheit. Einige Prominente wurden jedoch würdig von ihren Gattinnen (Sybille Beckenbauer, Natascha Ochsenknecht) vertreten.
Der Schirmherr Kai Pflaume musste an dem Abend eine Life-Sendung moderieren und entschuldigte sich mit Hilfe einer Video-Nachricht.
Dieses Jahr wurde ein Feldversuch gestartet, eine Versteigerung wurde durchgeführt. Die von Berühmtheiten bemalten Vasen fanden aber leider nicht das erwartete Interesse.
Als wahren Lichtblick erschien mir die junge und sympathische Moderatorin Sonja Zietlow, die als Laudatorin für eine Award-Gewinnerin eine enthusiastische Ansprache hielt.
Erst nach Mitternacht wurden die „Ladies Golfawards“ verliehen. Schade nur, dass mindestens die Hälfte der Finalistinnen bereits vom nächsten Turniertag in den schönen Designer-Betten des traumhaft eingerichteten Hotels träumte.

Der nächste Morgen nach nur ca 3-4 Stunden Schlaf begann mit einem herzhaften Frühstück. Die unmotorisierten Golferinnen wurden in noblen Limousinen zum Golfplatz gefahren. Die Partnersponsoren sorgten hier erneut für großzügige Geschenke und eine üppige Rundenverpflegung.
Da meine Proberunde unglaublich gut war, musste nach dem „Generalprobe-Gesetz“ die Turnierrunde ins Wasser gehen, was mitsamt fast allen meinen Golfbällen genau so passierte. Nach dem Motto „dabei sein ist alles“ erfreute ich mich zumindest an dem herrlichen Wetter.
Die mit Mühe und Sorgfalt organisierte Siegerehrung glänzte unter anderem mit einem glamourösen Auftritt der Sängerin Annabell Owusu-Ansah , die ein eigens für die JAB Turnierreihe komponiertes Lied „Everyone is a Winner“ vortrug. Das Ausnahmetalent erfreute die Damen mit drei weiteren bekannten Liedern und versetzte den gesamten Saal in ausgelassene Stimmung.
Bei der Verlosung von hochwertigen Preisen wurde meine Scorekarte gezogen, und ich konnte mich über einen persönlich gestalteten Schlüsselanhänger von der Diamantenmanufaktur Gebrüder Schaffrath freuen.
Am nächsten Tag traf ich mich zum Frühstück mit einigen Finalistinnen, und wir verbrachten einen harmonischen Vormittag bei netten Golfgesprächen und anschließendem Adressenaustausch. Es war sogar Zeit für etwas Golftraining mit unserer Longhitterin, die uns den richtigen Hüfteinsatz vermitteln wollte. Während 8 Damen die Hüften zwischen den Frühstückstischen schwangen, flog mindestens ein Frühstückstablett durch die Gegend. Dem Gesichtsausdruck nach, war das Servicepersonal des Hotels von unserer Turnstunde aber weniger angetan. Wie auch sollten sie ahnen, dass der Golfschwung , der bekanntlich zu den schwierigsten sportlichen Bewegungsabläufen gehört, allzeit und überall von uns Damen ein ständiges Training abverlangt.
Gutgelaunt fuhr ich die 400 km nach Hause zurück, um nachmittags noch im GC Trier eine Runde zu spielen und allen neugierig Fragenden von meinen Erlebnissen zu berichten.
Es waren drei wundervolle Tage, die in jeder Hinsicht zu den Highlights meines Golfjahres 2009 zählen dürfen.
Laut Aussage der Firma JAB Anstoetz wird es auch 2010 eine Wiederholung der Turnierserie geben, und ich hoffe, dass der GC Trier auch dann wieder dabei sein kann.
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Optimismus
Letztens war ich im Wald spazieren. Mind. 10 km vom Golfplatz entfernt.

Erst nach 10 min Spaziergang fiel mir auf, dass ich trotz der beträchtlichen Entfernung zum Golfplatz immer noch zwischen den Bäumen und Sträuchern unbewußt nach Golfbällen Ausschau gehalten habe…
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Aus, Schluss, Vorbei!!!!!
Bevor ich einen detailierten Bericht über das JAB Anstoetz Europa-Finale in Bad Driburg verfasse, muss ich noch etwas loswerden.
ICH BEENDE AB SOFORT DIE TURNIERSAISON!
Als ich nämlich heute die letzten Kapitel von “Endlich einstellig” las, kam endlich die befreiende Erleuchtung. Ich lasse mich nie wieder von irgendwelchen übertriebenen oder auch nicht übertriebenen Erwartungen erpressen und lähmen. Nein, ich habe nicht vor, endlich einstellig zu werden. Ich wollte dieses Jahr “nur” die 15,5 schaffen. Ich bin gescheitert. Mein Kopf läßt es nicht zu. Ich stehe mir selbst im Weg. Je mehr ich es versuche, desto schlimmer wird es.
Deswegen erkläre ich die HCP-Saison für beendet. Ich spiele jetzt “nur so zum Spaß”
, wie es am Anfang war. Wieso musste ich 11 HCP-Verschlechterungen hintereinander erleiden, bevor ich zum loslassen bereit war?
Die letzten Turniere sind nur für mich und den Spielspaß da. Keine Hoffnungen mehr! Es kommt wie es kommt. So, jetzt ist es raus und mir geht es direkt besser.
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Ich kann es wieder mal…
Ich kann es…. der kürzeste Golfwitz ist kein Witz, sondern ein Fluch. Kaum denkt man, es geht wieder, so wird man im Geiste überheblich und übereifrig. Was folgt, kann sich jeder denken. Deswegen ist bei Golfen endlose Demut angesagt. Vielleicht ist es besser, die guten Schläge einfach direkt zu vergessen. Übrigens genauso wie die schlechten, diese aber viel schneller. 4 Sekunden Freude müssen reichen, dann ist wieder Demut, null Erwartungshaltung und Geduld angesagt.

Genauso habe ich heute gespielt und trotz einigen bösen Hackern, konnte ich bis Loch 16 ganze 33 Stableford-Punkte sammeln. Woher ich das weiß? Weil ich mich wieder nicht beherrschen konnte und unbedingt die Rechenmaschine anschmeißen musste. OHJE, wenn ich jetzt zwei Bogeys spiele, habe ich 40 Punkte. Pustekuchen! Zwei schwer erkämpfte Doppelbogeys schmückten im nachhinein die Scorekarte. Trotzdem gab es ganze 37 Punkte! Ich kann es wieder
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Der fortgeschrittene Golfer ist eine arme Socke
Je länger ist golfe, desto schwieriger wird es.

Der fortgeschrittene Golfer an sich ist eine arme Socke. Das verhältnismäßig gute HCP muss jedes Mal gespielt oder verbessert werden. Wie ein Damoklesschwert schwebt die mit Kommazahlen versehene Spielstärke über den fortgeschrittenen Golfer und die Angst, diese Zahl zu verschlechtern, paralysiert und hemmt nicht unerheblich.
Der Anfang war einfacher und unbeschwerter. Es war nur die Hoffnung da, den Ball überhaupt zu treffen. Wurde der Ball getroffen, stellte sich sofort ein Glücksgefühl da. Die gute Laune war auch nach fünf schlechten Schlägen immer noch da.
Der fortgeschrittene Golfer sieht die Sache ganz anders. Nach einigen schlechten Schlägen fliegen die Schläger (natürlich nur in Gedanken) durch die Gegend und der Gesichtsausdruck läßt alle Kartoffeln im Keller verfaulen. Manche fortgeschrittene Genossen terrorisieren den gesamten Flight und versuchen die Schuld für das eigene Unvermögen auf die arglosen Slicepartner zu übertragen.
Mein Lieblingsautor Eugen Pletsch wusste es schon immer: “Golf macht süchtig, dann eine Weile blöde, dann depressiv“ .
Möge meine Höchstform in den nächsten Wochen wiederkommen und mögen mir mehr positive Dinge über die schönste Nebensache der Welt einfallen.
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Clubmeisterschaften
Runde 1
Männer haben ein besseres Selbstbewußtsein und haben weniger Angst vor einer Blamage. Das Teilnehmerfeld bei Herren war breit gefächert und umfasste alle HCP-Klassen bis HCP von ca -33. Die Damen haben im Vergleich zum Vorjahr (8 Personen) immerhin ganze drei Flights mit 11 Spiellerinnen zusammenbekommen. Ich agierte als HCP-Zweitschlechteste einzig und alleine als Statistin im letzten und natürlich dem nettesten Flight. Nach der ersten Runde konnte ich voller Stolz den vorvorletzten Platz belegen, wobei ich mit meinen 97 Schlägen gar nicht so schlecht war. Man (Frau!) konnte mit 97 Schlägen schon den 5. Platz erreichen.
Und jetzt kommen die Entschuldigungen und Ausreden: Wegen meiner frisch eingerenkten und immer noch wahnsinnig schmerzenden Schulter konnte ich keinen Abschlag zu Ende durchschwingen. Meine Pirouetten sowie die von mir persönlich umgegrabenen Abschlag-Flächen waren durchaus sehenswert. Die Abschläge waren dementsprechend um ca. 30-50 Meter kürzer als gewohnt. Mehr Ausreden fallen mich momentan nicht ein.
Runde 2.
Auch heute gab es keine guten Ausreden für mein schlechtes Spiel. Weder der dichte Nebel, noch die patschnassen Fairways und Bunker oder der aussergewöhnlich konstante Knick in der Optik beim Putten. Es wurden mind. 8 Putts nicht eingelocht, die nur 1,5 Meter oder weniger vom Loch entfernt waren. Es war wohl doch der Vollmond, der für meine 108 Schläge verantwortlich ist. Ich gehe mal meine Wunden lecken…
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Pre-Winterdepression
Jeden Tag sehe ich immer mehr Anzeichen für das Ende der Golfsaison und das macht mich sehr traurig. Die Tage werden wieder kürzer, abendliche Golfausflüge werden in der absoluten Dunkelheit beendet. In den Großmärkten wurden schon die ersten Weihnachtssüßigkeiten gesichtet. Die Kürbisse stapeln sich auch schon in den Gemüseabteilungen und machen darauf aufmerksam, dass der hoffentlich warme und trockene Herbst bald in Erscheinung treten wird.
Gut, dass viele Golfclubs sogar Adventsturniere anbieten. Das verlängert die Turniersaison nicht unwesentlich, auch wenn diese Turiere sowieso kurz davor abgesagt werden. Und bevor ich gleich eine Pre-Winterdepression bekomme, beende ich besser diesen Beitrag.






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