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Kann denn Golfen (Umwelt)Sünde sein?
Posted on November 16th, 2009 2 commentsErfahren Nichtgolfer von meiner Leidenschaft, kommt neben den üblichen Sprüchen das Thema Umweltsünde auf den Tisch.

Meistens jedoch ohne fundiertes Grundwissen, wie stark so ein mitteleuropäischer Golfplatz die Umwelt im Vergleich zu anderen Bodennutzungsarten belastet.
Was den Flächenverbrauch angeht, werden für einen Golfplatz (18-Loch) ca. 60 bis 80 Hektar benötigt, wobei ca. 3/4 davon naturbelassenes Rough bilden. Eine positive Ökobilanz läßt sich in unseren Breiten kaum absprechen. Oft kommt es zu einer Renaturierung, wenn ehemalige Nutzflächen (zB: Kiesgruben, Monokulturen, sonst. Ackerböden) wieder ortstypische Vegetation nachweisen können. Alleine das Rough kann oft bis zu 70 verschiedene Pflanzenarten beinhalten. Treten Sie also nicht alles nieder, wenn Sie mal ins Rough geraten!

Was den Wasserverbrauch angeht, so kann man hier nicht alle Golfplätze über einen Kamm scheren, da die Bewässerungsmöglichkeit vom Standort abhängig sind. Während manche Golfplätze mit den vorhandenen Wasserreserven (zB: in Form von Wasserhindernissen) und Grundwassernutzung auskommen, stehen wiederum andere Golfplätze vor großen Bewässerungsproblemen.
Unabhängig vom Wasser- un Flächenverbrauch wird der hohe Pestizideinsatz als Argument für die Umweltschädlichkeit genutzt.
Pestizide und Kunstdünger sollen ins Grundwasser und über Insekten in die Nahrungskette gelangen. Das läßt sich leider nicht leugnen. Wenn man den durchschnittlichen Pestizideinsatz von 0,4 kg pro Hektar Golfplatz mit dem 3,8 kg-Wert für Getreide-Fläche vergleicht, so erscheint die Sache in einem anderen Licht. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass der Pestizid-Bedarf von Grüns bei 15 kg pro Hektar beträgt und der Wert von 0,4 kg pro Hektar Golfplatz für den gesamten Golfplatz bemessen ist. Hierzu bietet sich jedoch auch ein Vergleich an: ein Kartoffelfeld benötigt 11,7 kg und Obstplantagen 12,5 kg.

Je nach ursprünglicher Flächennutzung, wirken sich die meisten Golfplätze positiv auf die Artennutzung aus. Die großflächigen Biotope bieten Fauna und Flora geschützte Lebensbedingungen. Insbesonders Wasserhindernisse haben eine positive Auswirkung auf die Artenvielfalt.
Golfplätze sind also umwelttechnisch nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Birdieshop-Portal artenvielfalt, biotop, fauna und flora golfplatz, flächennutzung, golfplatz, golfplatzarchitektur, golfplatzbau, pestizide, rough, Schlagwort hinzufügen, umweltsünde2 responses to to “Kann denn Golfen (Umwelt)Sünde sein?”
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Hallo Frau Salm!
Vielen Dank für diesen Beitrag. Kritische Töne sind hin und wieder angebracht!Viele Grüße
Frau Oelmann -
Danke fuer den gelungenen Beitrag!
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